Unser Dorf hat Zukunft – Rebbeke

„Gemeinde funktioniert gut“: Jury des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ war zu Gast in Mettinghausen

„Für eine Erstbewerbung große Klasse!“. Mit diesen Worten lobte Rolf Meiberg, Leiter der Jury des Kreis-Wettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“, das Engagement der Bewohner im Dorfdreieck Mettinghausen-Rebbeke-Niederdedinghausen, das dörfliche Zusammenleben attraktiv und lebendig zu gestalten.

Als eine „ländliche Idylle“ bezeichneten die Juroren den Ortsteil, der sich zum ersten Mal an dem Dorfwettbewerb beteiligte. Ob die intensiven Vorbereitungen von Erfolg gekrönt sein werden und wie Rebbeke unter den 50 teilnehmenden Dörfer abschneidet, bleibt bis zum 21. Juli
das Geheimnis der Jury. Nahezu professionell gab sich das Team um Ortsvorsteher Franz Hoppe bei der Dia-unterstützten Dorfpräsentation in der „Alten Schule“. Nach deren Schließung 1970 übernahm der Heimatschutzverein Mettinghausen die Schule in Eigenregie und baute sie in den letzten Jahrzehnten zu einem ansprechenden Bürgerhaus großzügig aus und um, das allen ortsansässigen Vereinen zur Verfügung steht. Bereits mit diesem attraktiven Bürger-Treffpunkt konnten die Bewerber bei der Jury punkten.

Ortsvorsteher Hoppe begründete die Bewerbung mit der gemeinsam erarbeiteten Aufgabenstellung, Erkenntnisse über die Entwicklung und Struktur der Dorfbevölkerung aus eigener Sichtweise zu gewinnen sowie Antworten auf die Fragen zu erhalten: Wo stehen wir heute? Was können wir künftig noch verbessern? Hierzu biete der Wettbewerb eine gute Plattform. Sowohl die Vereine als auch ein Großteil der Bürger würden bei der Realisierung der ehrgeizigen Ziele mitwirken, lobte er. Das beweise schon die starke Präsenz der Bürgerschaft beim Empfang der Jury. Als eine der wichtigsten
Aufgaben des Heimatschutzvereins bezeichnete Elmar Schulte die Erhaltung des Bürgertreffs „Alte Schule“. Martin Hoppe stellte die Feuerwehr-Löschgruppe Rebbeke vor, zu deren Aufgaben neben der Jugendförderung auch die Ausrichtung von Familientagen, Ausflügen und Osterfeuer gehören. Sarah Sudhoff berichtete über den Sportverein SC 84 mit den Abteilungen Fußball Kreisliga B+D, Jugendmannschaft, Gymnastik- und Laufgruppe, Fahrradgruppe, Nordic Walking und Spiel ohne Grenzen. Auch die Gruppen des Kirchspiels Hörste wie die Caritas, Kolpingjugend und
kfd-Frauengemeinschaft nutzen das Bürgerhaus, komplettiert durch den landwirtschaftlichen Ortsverein, den Taubenzuchtverein Fortuna, Kellerclub,
Kartenspielgruppen sowie die Krabbelgruppe im Obergeschoss. Heinz Rudolf Haselhorst unterstrich die Hilfsbereitschaft der Bewohner untereinander trotz der teilweise großen Entfernungen zwischen den Gehöften und Anwesen. Ehrenämter würden gerne übernommen, betonte er. Wörtlich: „Diese Gemeinde funktioniert verdammt gut!“ Auch über erneuerbare Energien habe man sich Gedanken gemacht, meinte Ortsvorsteher Hoppe. Als Musterbeispiele für diegelungene Erneuerung alter Bausubstanz nannte er den Hof Schreiner in Mettinghausen sowie das Haus Rennemeier in Rebbeke, das von der Kommission vor Ort in Augenschein genommen wurde. Angetan zeigte sich die Kommission während der Rundfahrt
von der rund 100 Hektar großen Teich- und Seenlandschaft. Bewusst wurde der Jury als Höhepunkt am Schluss der Besichtigung das beliebte Strandbad am Alberssee gezeigt. In seinem Schlusswort bedankte sich Jury-Chef Rolf Meiberg bei den Gastgebern: „Der Geist des Wettbewerbs ist bei Ihnen bestens aufgehoben! Uns hat es hier richtig Spaß gemacht!“