Einsatz – Flüssigkeit ausgelaufen (ABC2)

Sirenen, Blaulicht, Straßensperre: Um 12.15 Uhr wurden Feuerwehr und Polizei am Dienstag zu einem Großeinsatz am Evangelischen Krankenhaus gerufen. Auch drei Einsatzkräfte der Löschgruppe Rebbeke waren im Einsatz.

Auf der radiologischen Station sei eine unbekannte Flüssigkeit ausgelaufen, hieß es. Nach einer ersten Einschätzung der Gefahrenlage: Entwarnung. Ein Behälter mit Röntgen-Entwickler war übergelaufen.
Die Feuerwehr rückte mit zahlreichen Einsatzkräften, Löschfahrzeugen und ABC-Spezialkräften an. Die Polizei sperrte die Wiedenbrücker Straße weiträumig ab. Für Fußgänger, Auto- und Radfahrer kein Durchkommen mehr. Fragende Blicke von Besuchern und Angestellten auf dem Weg zur Arbeit – Feuer im Krankenhaus? Brennt es an meinem Arbeitsplatz? Was ist passiert?
Spezialkräfte der Feuerwehr, ausgerüstet mit blauen Chemieschutzanzügen und Atemschutzgeräten, machten sich ein erstes Bild von der Lage im Krankenhaus. Ein Dekontaminationszelt wurde aufgestellt. Die Geseker Feuerwehr rückte zusätzlich mit etwa 40 Feuerwehrleuten an.
Nach der Einschätzung der Lage: Entwarnung. „Im Sockelgeschoss ist ein Behälter mit Entwicklermaterial übergelaufen“, erklärte Ulrich Romweber, technischer Leiter des Evangelischen Krankenhauses.
Vermutlich sei die Füllstandanzeige des Gefäßes ausgefallen, sodass die sich darin befindliche Chemikalie – genauer gesagt Röntgenfixierer, der zur Entwicklung von Röntgenfilmen verwendet wird – überlaufen konnte.
Eine schwach ätzende Flüssigkeit. Die Lüftungsanlage des Krankenhauses wurde ausgeschaltet. Der Bereich, „ein reiner Technikbereich“, geräumt, sodass um 13.30 Uhr eine Evakuierung des Krankenhauses bereits auszuschließen war.
Fachkräfte eines Entsorgungsunternehmens rückten an und reinigten mit Unterstützung der Feuerwehr den Unfallort. Die ausgetretene Röntgenfixierlösung wurde fachgerecht entsorgt. Für Frischluft in den betroffenen Räumen der Radiologiestation wurde ein Speziallüfter der Feuerwehr Geseke angefordert.
Gefahr für Patienten? Die waren von dem Unfall nicht betroffen. Es gab keine Verletzten. Sachschaden ist ebenfalls nicht entstanden. Drei Stunden nachdem der Notruf bei Polizei und Feuerwehr eingegangen war, konnte die Wiedenbrücker Straße wieder befahren werden. Die Feuerwehr war da noch mit etwa 30 Einsatzkräften vor Ort, um die letzten Reinigungsmaßnahmen durchzuführen.
Quelle: Der Patriot – Lippstädter Zeitung / Fotos: Michael Menke (Feuerwehr Geseke)