Fassadenbrände nehmen zu

Immer häufiger verzeichnet die Feuerwehr im Zusammenhang mit Bränden an Gebäuden, dass diese auch auf die Hausfassade übergreifen.

So musste beispielsweise erst in der letzten Woche im Lippstädter Norden eine Hausfassade durch die Feuerwehr großflächig geöffnet werden, um an versteckte Glutnester zu gelangen.

Durch die geltenden Gesetzgebungen zur Energieeinsparung im Wohnungsbau nimmt die Wärmedämmung von Neubauten, aber auch von bestehenden Gebäuden, einen immer höheren Stellenwert ein. Was allerdings für die Energieeinsparung gut ist, wirkt sich im Bereich des Brandschutzes zurzeit negativ aus.

Aufgrund der oftmals verbauten brennbaren Wärmedämmverbundsysteme wird die Feuerwehr immer öfter mit Fassadenbränden konfrontiert. Die Ursache solcher Brände sind oftmals Brände von Kunststoffmülltonen, Müllcontainer oder sonstigen brennbaren Materialen die direkt an eine Hauswand abgestellt oder gelagert werden.

Beim Brand eines Müllcontainers an einer Fassade entwickelt sich bereits nach kurzer Zeit ein Brand mit hoher Intensität und Flammenlängen von mehr als drei Metern Höhe. Hierdurch resultiert im Brandfall die große Gefahr der Brandausbreitung auf das Gebäude durch die oftmals brennbare Fassade.

Das Problem besteht dann darin, dass die verbauten Dämmmaterialien unter dem Außenputz weiter brennen, der Putz aber das Löschwasser abweist. Daher rät die Feuerwehr, Gebinde zur Müllsammlung möglichst in einem ausreichenden Abstand zum Haus abzustellen.

Text: Christian Meyer (Feuerwehr Lippstadt) | Fotos: Polizei und Feuerwehr