Schnelligkeit, Geschick und Teamfähigkeit bewiesen

Als sVorschaubild Leistungsnachweis 2013ich die Einwohnerzahl in Mettinghausen am Samstag zeitweise fast verdreifacht hat, lag das nicht etwa an einem unerwarteten Babyboom, sondern daran, dass sich knapp 800 Feuerwehrleute aus dem ganzen Kreis Soest bei den jährlichen Leistungsnachweisen gemessen haben.
Vier Aufgaben galt es dabei für die Brandschützer zu bewältigen. Dabei kommt es sowohl auf Schnelligkeit an, aber auch auf Teamfähigkeit, Geschick und Konzentrationsvermögen.
Um im Ernstfall gerüstet zu sein, bieten die Leistungsnachweise, die in diesem Jahr von der Löschgruppe Rebbeke ausgerichtet wurden, eine hervorragende Möglichkeit, die Anforderungen unter Zeitdruck zu bewältigen. Anfang des Monats hatten bereits knapp 75 Löschgruppen aus dem Kreis Soest in Mellrich ihr Können unter Beweis gestellt. Am Samstag erschienen beinahe ebenso viele Gruppen in Mettinghausen, um sich der Leistungsüberprüfung zu stellen.
Dabei kommt es bei den feuerwehrtechnischen Übungen zunächst auf Schnelligkeit und Präzision an. Während vor Beginn der Übung die Aufgaben für jeden Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau innerhalb der Löschgruppe verteilt werden, gilt es dann innerhalb einer Zeit von fünf Minuten möglichst schnell das Wasser aus einer Wasserquelle mittels Schläuchen zu dem zu löschenden Objekt zu bringen. Spritzt dann das Wasser aus den richtigen Schläuchen und trifft dann auch noch die vorgegebenen Ziele, gilt die Aufgabe als bestanden.Doch auch nach dieser anstrengenden Übung – die Brandschützer bewältigen die Aufgaben in voller Schutzkleidung – wird es nicht erholsamer. Im Vollsprint gilt es, verschiedene Feuerwehrmaterialien innerhalb eines Staffellaufes zum Vordermann zu transportieren. Dabei ist jedem Teilnehmer der Ehrgeiz anzusehen. Schließlich geht es bei den Leistungsnachweisen nicht nur darum, die Abläufe zu überprüfen. Ziel ist es auch, im Wettstreit mit dem benachbarten Löschgruppen möglichst gut abzuschneiden.
Nach den körperlich strapaziösen Laufübungen ist dann Köpfchen gefragt. An der Station „Knoten und Stiche“ versammeln sich die Löschgruppen, um die Knoten namens „Mastwurf“, „Zimmermannstich“ und „Achterknoten“ zu binden. Auch dabei geht es um Genauigkeit und Zeit. Anschließend sind für die Brandschützer 30 Fragen sowohl zum Allgemeinwissen als auch zum Feuerwehrfach zu beantworten. Während sich die Frauen und Männer am Samstag bemühten, die besten Ergebnisse zu erzielen, wirft ein großes Ereignis schon seine Schatten voraus.
Am Wochenende vom 7. bis 9. Juni feiert die Freiwillige Feuerwehr Lippstadt ihr 150. Jubiläum. Dabei sind unter anderem ein Kommersabend und eine große Blaulichtmeile vom Bernhardbrunnen bis zum Rathausplatz am Samstag geplant. Am Sonntag folgt dann ein großer Festumzug durch die Innenstadt.Text: Der Patriot – Lippstädter Zeitung