Feuerwehreinsätze online einsehbar

Ab sofort haben Journalisten und alle Bürger die Möglichkeit, sich über Einsätze der Feuerwehren im Kreis Soest der letzten 48 Stunden online zu informieren. Auf der Homepage www.kreis-soest.de (auf Sicherheit + Ordnung, Rettungswesen und Laufende Einsätze klicken) werden Zeitpunkt, Ort, Straße, Einsatzart und Einsatzstatus (laufend oder abgeschlossen) deutlich gemacht (Direktlink).

Damit gibt die Leitstelle die Informationen, über die sie zum jeweiligen Einsatzgeschehen verfügt, künftig automatisiert im Netz weiter. Nähere Auskünfte können Pressevertreter nur bei den örtlichen Feuerwehren bzw. den jeweiligen Einsatzleitern oder den Pressesprechern erhalten. Die Website wird direkt mit Daten aus dem Leitstellenrechner gespeist. Auf diese Weise werden allerdings nur die Feuerwehreinsätze öffentlich gemacht. Rettungsdienstliche Einsätze unterliegen der medizinischen Schweigepflicht.

Mit dem neuen Online-Service werden das Pressetelefon bzw. die beiden (Geheim-)Nummern abgeschaltet, über welche die Leitstellendisponenten Medien bisher Auskunft gegeben haben. Die Anschlüsse waren nur Redaktionen bekannt, so dass die Mitarbeiter sicher sein konnten, dass es sich bei dem jeweiligen Anrufer um einen recherchierenden Journalisten handelt. Schlechte Erfahrungen mit Trittbrettfahrern und „Katastrophentouristen“ hatten vor etwa einem Jahrzehnt zur Einführung dieser Regelung geführt.

Im Laufe der Jahre aber hat sich gezeigt, dass Medienvertreter häufig Informationen und Einsatzdetails nachfragen, mit denen die Leitstelle nicht dienen kann, weil sie über diese schlichtweg nicht verfügt. In diesen Fällen musste immer schon an die örtlichen Feuerwehren verwiesen werden. Außerdem hat bei allen Einsätzen in der Leitstelle der Notruf die höchste Priorität. Dennis Pingel, technischer Leiter der Leitstelle, erläutert: „Etwa 300 Notrufe gehen bei uns pro Tag ein, die wir durchschnittlich in unter fünf Sekunden annehmen und dann bearbeiten.

Gerade zu besonderen Anlässen wie in der vergangenen Silvesternacht oder im Fall von anderen Einsatzhäufungen konnte das Pressetelefon nicht mehr bedient werden. Das führte dann schon mal zu Unmut bei Pressevertretern, die sich nicht zeitnah bedient fühlten. Mit dem neuen Online-Service können wir jetzt alle in Echtzeit und gleichzeitig über Einsätze informieren.“ Der Kreis Soest folgt mit der Übersicht über die Feuerwehr-Einsätze dem Beispiel der Kreise Recklinghausen und Steinfurt. Dort wird diese Art der Informationsweitergabe schon jahrelang mit Erfolg praktiziert.

Quelle: Pressestelle Kreis Soest