Rauchmelder

Rauchmelder sind Lebensretter – Brandtote sind Rauchtote

In der Bundesrepublik Deutschland sterben pro Jahr mehr als 600 Menschen durch Feuer und vor allem auch Rauch. Über 5.000 Menschen werden bei Bränden verletzt, die Sachschäden betragen Millionen. Besonders gefährlich ist der bei Wohnungsbränden entstehende Rauch, weil er sich um ein Vielfaches schneller verbreitet als Feuer. Schon in wenigen Sekunden kann die gewohnte Umgebung so stark verrauchen, dass Lebensgefahr besteht.Trotz gutem baulichen Brandschutz und aller Vorsicht und Aufmerksamkeit, ist letztlich niemand davor geschützt, dass nicht auch in der eigenen Wohnung ein Brand entstehen kann. Ein Defekt an einer elektrischen Leitung oder einem Gerät, eine Unachtsamkeit im Haushalt, eine brennende Zigarette im Bett oder mit Feuer spielende Kinder – so entsteht schnell ein Brand, der häufig nicht sofort bemerkt wird. Oft schwelen solche Brandherde über Stunden. Sind Möbel oder andere Gegenstände mit hohem Kunstoffanteil betroffen, entwickelt sich beim Verbrennen besonders giftiger Rauch.

Wer im Schlaf überrascht wird, kann durch die Rauchgase Kohlenmonoxid, Chlor- oder Blausäuregas das Bewusstsein verlieren. Im schlimmsten Fall erstickt man, ohne auch nur einen Hustenreiz zu verspüren. Rauchmelder können in solchen Situationen Leben retten. Durch einen lauten Warnton werden Menschen selbst aus tiefem Schlaf geweckt. So verschaffen Rauchmelder die nötige Zeit, um zu fliehen und die Feuerwehr zu rufen oder möglicherweise den Brand selbst zu bekämpfen.

Rauchmelder sind schon Pflicht in Hamburg, Hessen, Saarland, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern. In diesen Bundesländern schreiben die Gesetzgeber den Einbau von Rauchmeldern in Neubauten vor. Weitere Bundesländer werden folgen!

Gefährliche Irrtümer:

  • „Wenn es brennt, habe ich mehr als zehn Minuten Zeit, die Wohnung zu verlassen.“

Irrtum, Sie haben durchschnittlich nur vier Minuten zur Flucht. Eine Raucheinwirkung kann sogar bereits nach zwei Minuten tödlich sein.

  • „Meine Nachbarn oder mein Haustier werden mich rechtzeitig alarmieren.“

Eine gefährliche Fehleinschätzung, wenn man nur vier Minuten Zeit hat — besonders nachts, wenn Ihr Nachbar schläft und das Haustier im Nebenzimmer ist.

  • „Wer aufpasst, ist vor Brandgefahr sicher.“

Stimmt nicht. Elektrische Defekte sind häufige Brandursachen. Auch Brandstiftungen im Keller oder Hausflur sowie ein Brand in der Nachbarwohnung gefährden Sie ganz unverschuldet.

Wie funktionieren Rauchmelder?

Die Geräte verschiedener Hersteller arbeiten grundsätzlich nach gleichen oder ähnlichen Methoden.
Die Rauchmelder verfügen über eine Messkammer, in der in bestimmten Intervallen kurzzeitig eine Lichtquelle eingeschaltet wird. Treten Rauchpartikel in diese Messkammer ein, aktiviert das dabei entstehende Streulicht eine Fotozelle. Diese löst die Alarmierungseinrichtung aus und warnt durch einen lauten Signalton. Personen, die sich in einer brennenden Wohnung befinden, können schnell reagieren – die eigene Familie in Sicherheit bringen, die Feuerwehr alarmieren, Mitbewohner im Haus warnen oder den Brand bekämpfen. Im Notfall gibt ein Rauchmelder Ihnen die dafür notwendige Zeit.

Wo braucht man Rauchmelder?

In Wohnungen ist ein Rauchmelder in einem zentral gelegenen Raum wie etwa im Flur anzubringen. An der Schnittstelle zwischen Wohn- und Schlafbereich werden damit auch Schlafende durch den Signalton auf eine drohende Gefahr aufmerksam gemacht. In mehrstöckigen Wohnhäusern empfiehlt es sich, in jedem Stockwerk mindestens einen Rauchmelder vor dem Schlafbereich zu montieren. Darüber hinaus sind vor allem Kinderzimmer durch ein zusätzliches Gerät zu schützen. Küche und Bad sollten ausgenommen werden, da Wasserdämpfe zu Fehlalarmen führen können. Sichern Sie Ihre Kinder und sich mit Geräten, die man untereinander verbinden kann: Löst ein Rauchmelder den Alarm aus, ertönt das Warnsignal auch über alle anderen Geräte. Rauchmelder sind an der Decke in der Mitte des jeweiligen Raumes anzubringen. Dort können die Geräte im Fall eines Feuers eine optimale Frühwarnung gewährleisten.
Zum Mindestschutz sollte wenigstens ein Rauchmelder pro Wohnung an zentraler Position montiert werden. Für mehrstöckige Häuser oder Wohnungen als Mindestschutz ein Rauchmelder pro Etage und Wohnung. Aber auch im Keller und auf dem Dachboden ist eine Installation sinnvoll, da sich hier oft unbeobachtete Brände entwickeln.

 

Worauf Sie beim Kauf eines Rauchmelders achten sollten!

  • Verwenden Sie ausschließlich foto-optische Rauchmelder.
  • Nur geprüfte Geräte, die neben dem CE-Zeichen das Prüfzeichen VdS oder auch die Prüfzeichen BSI oder UL tragen, garantieren einen wirksamen Schutz. Achten Sie auf eine mehrjährige Garantie für das Gerät.
  • Empfehlenswert sind batteriebetriebene Rauchmelder, sie bleiben auch bei einem Ausfall der Stromversorgung funktionsfähig. Eine entladene Batterie wird akustisch angezeigt.
  • Testen Sie die Funktionsfähigkeit Ihres Gerätes in regelmäßigen Abständen mit Hilfe des eingebauten Prüfknopfes.

Wo Sie Rauchmelder kaufen können?
In Warenhäusern, Baumärkten, über den Versandhandel und natürlich im Fachhandel zum Beispiel für Brandschutz und Sicherheitstechnik erhalten Sie die Geräte montagefertig mit Batterie, Schrauben und Dübeln. Einfach an die Decke schrauben und fertig.
Bei Fragen hilft Ihnen jede Feuerwehr gerne weiter !

Mehr Infos zu Rauchmeldern finden Sie hier!

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