Einsatz – Großbrand im Gewerbegebiet Am Wasserturm

Um 23.44 Uhr wurde die hauptamtliche Wachbereitschaft der Feuerwehr Lippstadt zu einer automatischen Feuermeldung zu einem Hartschaumverarbeiteten Betrieb an der Bertramstr. alarmiert. Während der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung sowie Flammenschein über dem Gewerbegebiet „Am Wasserturm“ zu sehen. Bei Eintreffen der Feuerwehr brannte der Betrieb in voller Ausdehnung. Umgehend wurden weitere Löschzüge zur Einsatzstelle alarmiert. Kurz nach Eintreffen der ersten Kräfte kam es zum Einsturz einer Halle im Bereich der Produktion.

Zur Brandbekämpfung sind mehrere Einheiten unter Atemschutz eingesetzt worden. Ca. 30 Min. später mussten sich alle Einsatzkräfte umgehend zurückziehen, da Hauptgasleitungen sowie Gasflaschen und ein großer Gastank deutlich hörbar abbließen. Es bestand Explosionsgefahr für die unmittelbare Umgebung. Daraufhin wurde einen Absperrradius von 250 m eingerichtet. Nach ca. einer halben Stunde sind die Löscharbeiten wieder aufgenommen worden. Die Einsatzstelle wurde weiträumig abgesperrt.

Die Feuerwehr Lippstadt ist mit fünf Löschzügen im Einsatz und wird nunmehr von den Feuerwehren aus Erwitte, Geseke, Anröchte, Werl, Soest, Ense, Warstein, Lippetal, Bad Sassendorf und Rüthen unterstützt. Desweitern waren überörtliche Kräfte, sogenannte ABC-Messzüge, aus dem gesamtem Regierungsbezirk Arnsberg im Einsatz um Messungen im gesamten betroffenen Stadtgebiet durchzuführen. Insgesamt sind ca. 450 Einsatzkräfte zum Einsatz gekommen.

Über die Warnapp NINA sowie durch Lautsprecherdurchsagen wurde Lippstädter Bevölkerung aufgrund der starken und schadstoffhaltigen Rauchentwicklung gewarnt. Diese zog über das Stadtgebiet der Stadt Lippstadt sowie über die Orte Liesborn und Wadersloh im Kreis Warendorf. Durch einen massiven Löschangriff gelang es den Feuerwehren gegen Freitagmorgen das Feuer soweit einzudämmen und unter Kontrolle zu bringen das von der Rauchwolke keine Gefahr mehr ausging.

Text: Marc Schlunz (Feuerwehr Kreis Soest – Presseteam)

Die Löschgruppe Rebbeke wurde gemeinsam mit der Löschgruppe Hörste im Einsatzabschnitt „Brandbekämpfung II“ eingesetzt und bekämpfte bis in die Morgenstunden letzte Glutnester auf dem Geläde. Der Schlauchwagen baute zu Einsatzbeginn eine Wasserversorgung über lange Wegstrecken auf.

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